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Pressemitteilungen

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VDV kritisiert weitere Wettbewerbsvorteile für Erdgas-LKW

Verlängerte Mautbefreiung konterkariert die Verlagerungsziele des Güterverkehrs auf die umweltfreundliche Schiene

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) lehnt die gestern im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossene Mautbefreiung für Erdgas-LKW bis 2023 deutlich ab. Aus Sicht des Branchenverbands führt dies zu einem einseitigen Wettbewerbsvorteil für den straßengebundenen Güterverkehr, der sich nachteilig auf die Verlagerung von Transporten auf die Schiene auswirkt.

VDV-Geschäftsführer Dr. Martin Henke: „Die Mautbefreiung lässt sich nicht mit dem Ziel der Förderung umweltfreundlicher alternativer Kraftstoffe rechtfertigen. Sie verzerrt damit den Wettbewerb. Das ist mit Blick auf die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor ein Schritt in die völlig falsche, sogar entgegengesetzte Richtung. Mit Blick auf die Verkehrswende und die zu erreichenden Klimaschutzziele gilt es, die Güterbahnen zu unterstützen und nicht den LKW einseitig zu fördern und damit den Wettbewerb zulasten der Schiene zu beeinflussen. Der Schienengüterverkehr ist effizient, umweltfreundlich und zeigt gerade auch in der aktuellen Krise seine Leistungsfähigkeit. Hier gäbe es reichlich Bedarf an politischer Hilfestellung, denn auch die Güterbahnen leiden natürlich aktuell massiv an wegbrechenden Aufträgen. Nach unseren Berechnungen fehlen der Branche Corona-bedingt bereits rund 900 Millionen Euro. Stattdessen wird ohne Grund eine sachlich nicht gerechtfertigte Mautbefreiung für gasbetriebene LKW um drei Jahre verlängert. Wir fordern den Bundestag und die Länder auf, diese Fehlentwicklung in den weiteren Beratungen zum Gesetzesvorhaben zu stoppen und dieser Änderung nicht zuzustimmen. Ansonsten müssten alle elektrisch betriebenen Güterbahnen auch vollständig von der Schienen-Maut, also den Trassenpreisen, befreit werden.“